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Anklage im Fall der getöteten Prostituierten erhoben

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Hildesheim vom 03.04.2017


Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat Anklage gegen einen 35-Jährigen zum Schwurgericht des Landgerichts Hildesheim erhoben.

Dem Mann aus dem Landkreis Wolfenbüttel wird Totschlag zur Last gelegt.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen ist er dringend verdächtig, am 4.11.2016 zwischen 21.55 Uhr und 22.05 Uhr in Hohenhameln eine 40-jährige ungarische Prostituierte getötet zu haben.

Der Angeschuldigte soll zunächst deren Dienste in Anspruch genommen und anschließend zu einer nahe gelegenen Tankstelle gefahren sein, wo er vergeblich seine Geldbörse gesucht haben soll. Weil er irrig davon ausgegangen sei, diese im Lovemobil vergessen zu haben oder sogar bestohlen worden zu sein, soll er zurückgefahren und die 40-Jährige zur Rede gestellt haben. Der Angeschuldigte soll nach seiner Börse gesucht und mit der Prostituierten dabei in Streit geraten sein, weil sie sich zu Unrecht beschuldigt gefühlt habe. Im Rahmen dieses Streits soll der Angeschuldigte die 40-Jährige mit einem Faustschlag zu Boden gebracht und sich anschließend auf sie gekniet und so kräftig gewürgt haben, dass sie durch Ersticken verstarb. Im Anschluss soll der Angeschuldigte aufgrund eines spontanen Entschlusses das Mobiltelefon, die Tageseinnahmen und ein mobiles Fernsehgerät mitgenommen haben. Erst danach soll er bemerkt haben, dass er seine Geldbörse in seiner Brusttasche bei sich getragen habe. Im Anschluss soll er erneut zur Tankstelle gefahren sein und seinen Pkw betankt haben.

Im Rahmen der Ermittlungen nahmen die Beamten neben weiteren Zeugen auch Kontakt zu dem Angeschuldigten auf. Dieser gab zunächst an, interessante Beobachtungen getätigt zu haben. Aufgrund seiner Angaben wurde zunächst ein Phantombild gefertigt, mit dem auch öffentlich gefahndet wurde. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen mit dem Angeschuldigten am Tatort stellte sich jedoch heraus, dass die von dem Angeschuldigten angeblich getätigten Beobachtungen aufgrund der Sichtverhältnisse am Tatort gar nicht möglich gewesen sind. Bei weiterführenden Vernehmungen soll der Angeschuldigte zudem Täterwissen offenbart haben, z.B. wie die 40-Jährige zu Tode gekommen sei sowie die Tatsache, dass die Tageseinnahmen weggekommen seien.

Der Angeschuldigte wurde am 15.12.2016 vorläufig festgenommen und befindet sich seit diesem Tag in Untersuchungshaft.

Artikel-Informationen

30.11.2017

Ansprechpartner/in:
Frau Christina Pannek

Staatsanwaltschaft Hildesheim
Erste Staatsanwältin
Kaiserstraße 60
31134 Hildesheim
Tel: 05121 968-546

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